
Pflegepolitur
Sonax Autopolitur
- Für neuwertige, matte und leicht verwitterte Lacke
- Feinstes Schleifmittel laut Hersteller

Die Grenze setzt der Klarlack: So viel trägt eine Politur ab, so oft ist sie sinnvoll und wann du besser wartest.
Redaktion poliermaschine-kaufen.de Aktualisiert am So vergleichen wir
Kurz beantwortet
Laut Auto Bild genügt in der Regel einmal im Jahr eine Politur, lieber seltener, dazwischen Wachs. Die Grenze setzt der Klarlack: typisch 30 bis 60 Mikrometer, eine Politur trägt laut Auto Bild 0,1 bis 0,5, laut einer Werkstatt 1 bis 3 Mikrometer ab. Korrekturpolitur nur bei Defekten und nach Messung der Schichtdicke.
Polieren macht den Lack glänzend, kostet ihn aber auch Substanz. Jede Politur trägt eine hauchdünne Schicht des Klarlacks ab. Die Frage ist deshalb nicht, wie oft du Lust zum Polieren hast, sondern wie viel Klarlack dein Auto noch übrig hat und welche Art Politur du wirklich brauchst.
Dieser Ratgeber zeigt, wo die Grenze liegt, wie viel eine Politur abträgt, wie sich Pflege- von Korrekturpolitur unterscheidet und wann im Jahr Polieren sinnvoll ist. Die Zahlen stammen aus Auto Bild und aus den Angaben einer Kfz-Werkstatt, die vor jeder Politur die Schichtdicke misst.
Ein Autolack besteht aus mehreren Schichten: Grundierung, Füller, Basislack mit der Farbe und darüber der Klarlack. Nur der Klarlack ist beim Polieren die Arbeitsschicht. Auto Bild gibt für den gesamten Autolack gewöhnlich 100 bis 140 Mikrometer (µm) an. Die Werkstatt Dietrich nennt für einen Serienlack 80 bis 160 µm gesamt und für den Klarlack allein 30 bis 60 µm. Zum Vergleich: Das entspricht laut der Werkstatt etwa einer halben menschlichen Haarbreite.
Diese Reserve ist endlich. Die Werkstatt Dietrich verweigert die Politur bei einer Klarlack-Restdicke unter 25 µm und empfiehlt dann eine Lackierung. An einzelnen Stellen, etwa am Kotflügel, hat sie schon Klarlack von nur noch 8 µm dokumentiert, nachdem Vorbesitzer wiederholt „schnell mal“ poliert hatten.
Die genaue Lackschichtdicke kannst du nur messen. Ein Lackmessgerät misst die Gesamtdicke aller Schichten, nicht den Klarlack allein. Weicht ein Wert stark von den Nachbarflächen ab, wurde die Stelle vermutlich nachlackiert oder oft poliert.
Die Quellen nennen unterschiedliche Größenordnungen. Beide sind plausibel, weil sie unterschiedliche Poliermittel meinen.
| Quelle | Aussage | Einordnung |
|---|---|---|
| Auto Bild | Mit jeder Politur werden etwa 0,1 bis 0,5 µm Klarlack weggeschliffen | Pflegende Politur, Handpolitur |
| Werkstatt Dietrich | Eine fachgerechte Hochglanzpolitur trägt 1 bis 3 µm ab | Maschinenpolitur mit Finish |
| Werkstatt Dietrich | Eine grobe Schliffstufe bei Defektkorrektur kostet 5 bis 8 µm | Schleifpolitur, Defektkorrektur |
Lies die Tabelle als Spannweite: Feine Pflegepolitur liegt unter einem Mikrometer, eine Maschinenpolitur mit Finish im niedrigen einstelligen Bereich, eine Schleifpolitur noch darüber. Wie viel dein Mittel abträgt, hängt von Politur, Pad, Maschine und Anpresskraft ab. Eine verlässliche Zahl pro Produkt nennen die Hersteller in der Regel nicht.
Ein Beispiel auf Grundlage der Werkstattangaben. Es ist eine Modellrechnung, keine Garantie, weil sie von einer gemessenen Klarlackdicke ausgeht, die du erst durch Messung kennst.
Die Rechnung zeigt, dass jährliche Schleifpolituren den Lack nach wenigen Jahren aufbrauchen würden, während eine feine Pflegepolitur kaum ins Gewicht fällt.
Hier liegt die Antwort auf „Wie oft?“. Die beiden Arten unterscheiden sich in der Wirkung auf den Lack:
Auto Bild sagt es so: In der Regel ist es völlig ausreichend, dem Lack einmal im Jahr eine Politur zu verpassen, lieber etwas seltener als öfter. Stattdessen sollst du lieber häufiger zu einem guten Wachs greifen, das den Glanz erhält und die Farbe schützt. Wichtig ist, das Auto vor dem Wachsen gut zu waschen.
Pflegepolitur: höchstens einmal im Jahr (Auto Bild), dazwischen Wachs oder Versiegelung als Schutz. Korrekturpolitur: nur bei sichtbaren Defekten und nach einer Messung der Schichtdicke. Eine Versiegelung schützt zwischendurch, siehe Versiegelung.
Ein Kalender ist ein schlechter Ratgeber, der Lackzustand ein guter. Auto Bild beschreibt, dass Sonne, Vogeldreck, Baumharz und Streusalz die obere Lackschicht angreifen, sodass der Lack stumpf, ausgeblichen und matt wirkt. Das ist ein klares Signal für eine Pflegepolitur. Sichtbare Kratzer sind dagegen ein Fall für die Korrektur, wenn sie nicht tiefer als der Klarlack reichen. Tiefere Schäden werden laut Auto Bild beim Polieren nicht entfernt.
Prüfe den Lack im direkten Licht oder unter einer Lampe. Zeigt er dort feine Kreisspuren, handelt es sich um Swirls, die sich mit Politur beseitigen lassen. Ist der Lack nur matt und verschmutzt, reicht oft eine Wäsche mit anschließendem Wachs. Nur wenn die Optik trotz Pflege nicht zurückkommt, ist die Korrekturpolitur an der Reihe.
Auto Bild nennt den Beginn des Frühlings als beste Zeit: Die Temperaturen sind moderat und der Lack bekommt nach der kalten Jahreszeit eine Pflege. Auch der Herbst eignet sich, um dem Wagen vor dem Winter eine Schutzschicht zu geben. Wichtig ist, nicht in der prallen Sonne zu polieren, weil das Poliermittel dann zu schnell eintrocknet.
Für Pflege und moderate Korrektur kommst du mit einer milden Politur aus. Wer nur Glanz auffrischt, nutzt am besten ein All-in-One oder eine feine Politur. Für Hologramme und letzte Feinarbeit kommt eine Finish-Politur ins Spiel.

Pflegepolitur

All-in-One

Finish
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Eine Übersicht über mildere und kräftigere Mittel findest du im Vergleich der Auto-Polituren. Wie du Schritt für Schritt vorgehst, erklärt die Anleitung zum Auto-Polieren. Wer die Politur mit der Maschine auftragen will, findet Geräte im Poliermaschinen-Vergleich.
Poliere nie nach einem festen Kalender, sondern nach dem Zustand des Lacks. Wer ohne Messung mehrfach poliert, verliert laut Werkstatt Dietrich die Kontrolle über die endliche Reserve.
Die Grenze ist der Klarlack: typisch 30 bis 60 µm, bei jeder Politur gehen laut Auto Bild 0,1 bis 0,5 µm, laut Werkstatt Dietrich 1 bis 3 µm verloren. Eine Pflegepolitur einmal im Jahr, am besten im Frühjahr oder Herbst, ist unproblematisch. Eine Korrekturpolitur setzt du nur bei Defekten ein. Für den Einstieg lohnt der Blick auf die Auto-Polituren und die Anleitung.
Laut Auto Bild genügt in der Regel einmal im Jahr eine Politur, lieber seltener als öfter. Zwischendurch schützt ein gutes Wachs oder eine Versiegelung. Eine Korrekturpolitur ist nur bei sichtbaren Defekten sinnvoll.
Das hängt von der Klarlack-Reserve ab, nicht von einer festen Zahl. Bei 30 bis 60 µm Klarlack und 1 bis 3 µm Abtrag je Hochglanzpolitur sind es rechnerisch mehrere Durchgänge, bei Schleifstufen deutlich weniger. Messe vor der Arbeit die Schichtdicke.
Auto Bild empfiehlt den Frühlingsbeginn, auch der Herbst vor dem Winter ist geeignet. Poliere nicht in der prallen Sonne und nicht bei großer Hitze, weil die Politur zu schnell antrocknet.
Polieren trägt immer etwas Klarlack ab. Bei seltener, richtig ausgeführter Politur mit feinem Mittel bleibt genug Reserve. Gefährlich sind häufige Schleifpolituren und dünne Stellen an Kanten.
Mit einem Lackmessgerät. Es zeigt die Gesamtdicke. Starke Abweichungen zwischen Flächen deuten auf Nachlackierung oder vorherige Politur hin. Im Zweifel lässt du die Messung in einer Werkstatt machen.
Wachs und Versiegelung schützen, entfernen aber keine Kratzer. Auto Bild rät, zwischen Polituren häufiger zu wachsen, weil das den Glanz erhält. Sichtbare Waschkratzer verschwinden erst mit Politur.
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