Polierpaste
Polierpaste oder Schleifpolitur? Unterschied, acht Produkte und Sicherheitstipps im Vergleich.

Kratzer-Sets und Schleifpolituren im Vergleich, mit klarer Ansage, welche Kratzer sich herauspolieren lassen und welche nicht.
Redaktion poliermaschine-kaufen.de Aktualisiert am So vergleichen wir
Kurz beantwortet
Eine Kratzer-Politur hilft nur bei Kratzern, die im Klarlack stecken: Bleibt der Fingernagel nicht hängen, ist Polieren der richtige Weg. Für Einsteiger ist ein Set wie das Sonax KratzerEntfernerSet von Hand die sichere Wahl, für tiefere Spuren braucht es eine Schleifpolitur mit Maschine und anschließendem Finish. Sieht man Grundierung oder Blech, hilft keine Politur, dann ist ein Lackierer gefragt.
Fast jeder Lack hat sie nach ein paar Jahren: feine Linien von der Waschanlage, Spuren vom Einkaufswagen, einen Streifen vom Ast. Die Regale sind voll mit „Kratzer-Entfernern“, und fast alle versprechen, dass der Kratzer „verschwindet“. Das stimmt nur zum Teil. Eine Politur entfernt keinen Kratzer im Sinne von „füllt ihn auf“, sie schleift die Kanten ab, bis die Linie nicht mehr sichtbar ist. Das geht nur, solange der Kratzer in der obersten Schicht liegt.
Diese Seite sortiert Kratzer-Polituren ehrlich: Sets für die Hand, Schleifpasten und Schleifpolituren für die Maschine. Du erfährst, welche Kratzer du selbst herauspolieren kannst, wo die Grenze liegt und welches Produkt zu deinem Fall passt. Wer erst den passenden Ablauf sucht, findet ihn im Ratgeber Kratzer am Auto herauspolieren.
| Produkt | Art / Abrasivität | Hand / Maschine | Gebinde | Ideal für | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
Sonax KratzerEntfernerSet Lack | Mehrstufiges Set, laut Hersteller auch für tiefere Kratzer im Klarlack | Von Hand | 50 ml | Einzelne Kratzer und Schrammen im Klarlack | Preis prüfen* |
Dr. Wack A1 Kratzer Polish | Feinkratzer-Politur, Skala k. A. | Von Hand (mit Mikrofasertuch) | 50 ml | Waschanlagenkratzer, Türgriffmulden, Kunststoff | Preis prüfen* |
Liqui Moly Kratzerentferner 2000 | Silikonfreie Schleifpaste, Skala k. A. | Von Hand (harter Schwamm) | 100 ml | Stark verwitterter Lack, tiefere Gebrauchsspuren | Preis prüfen* |
Nigrin Kratzer-Entferner | Leichte Politurpaste, Skala k. A. | Von Hand | 150 g | Oberflächliche Kratzer, kleine Flächen | Preis prüfen* |
Prinox Auto Kratzer Entferner | Politur mit Versiegelung, Skala k. A. | Von Hand (Schwamm im Set) | 250 ml | Swirls und Gebrauchsspuren, Einsteiger | Preis prüfen* |
Meguiar’s Ultimate Compound | Schleifpolitur mit Mikro-Schleifkorn, Skala k. A. | Hand oder Exzenter | 450 ml | Oxidation, Wasserflecken, mittlere Kratzer | Preis prüfen* |
Shiny Freaks Sonax-Set ExCut/EX/OS | Drei Stufen von grob bis Finish, ExCut bis P1500 | Exzenter, Rotation oder Hand | 3 x 250 ml plus Spray | Tiefere Kratzer, volle Aufbereitung | Preis prüfen* |
Die Hersteller nutzen keine einheitliche Skala. Wo kein Wert genannt wird, steht „k. A.“. Die Einordnung beruht auf den Angaben der Anbieter zu Einsatzzweck und Körnung, nicht auf einer eigenen Messung.
Moderne Autolacke bestehen aus mehreren Schichten: Grundierung, farbgebender Basislack und darüber der transparente Klarlack. Nur in dieser obersten Schicht kannst du mit Politur arbeiten. Der ADAC beschreibt es so: Weicht die Farbe des Kratzers vom Lack ab, ist die Beschädigung bis zur Grundierung oder sogar bis zum Blech durchgedrungen. Dann sollte das Fahrzeug zeitnah in die Werkstatt, um Rost zu vermeiden. Eine Politur ist hier die falsche Methode.
Bei feinen Schrammen kann dagegen schon eine handelsübliche Autopolitur reichen. Sie enthält laut ADAC mikroskopisch kleine Schleifpartikel, die den Kratzer glätten, kleine Vertiefungen auffüllen und die Schramme so kaschieren, dass sie kaum oder gar nicht mehr zu sehen ist. Beachte das Wort „kaschieren“: Ein Teil des Effekts kann auf Öl- und Wachsanteilen beruhen und nach einigen Wäschen wieder nachlassen.
Fingernagel-Test: Fahre quer zum Kratzer mit dem Nagel darüber. Bleibt er nicht hängen, liegt der Kratzer sehr wahrscheinlich im Klarlack und ist polierbar. Hakt er deutlich, reicht eine Politur meist nicht. Der Test ersetzt kein Messgerät, hilft aber bei der ersten Einschätzung. Mehr dazu im Ratgeber Kratzer herauspolieren.
Jede abtragende Politur trägt Klarlack ab. Der Klarlack ist eine sehr dünne Schicht, und was weg ist, kommt nicht wieder. Polierst du an derselben Stelle immer wieder, riskierst du, durchzupolieren. Das gilt besonders an Kanten und Sicken, wo der Lack ohnehin dünner ist.
Im Handel treffen zwei Produktwelten aufeinander, und die Namen führen leicht in die Irre. Beide heißen „Kratzer-Entferner“, funktionieren aber unterschiedlich.
Das sind kleine Gebinde mit Schwamm und Tuch, gedacht für einzelne Stellen. Sonax nennt für sein KratzerEntfernerSet einen Ablauf in zwei bis drei Schritten und weist aus, dass auch tiefere Kratzer entfernt werden können, sofern sie nicht bis zum Basislack oder zur Grundierung reichen. Solche Sets sind günstig, überschaubar und für Einsteiger die sichere Wahl. Sie stoßen an Grenzen, wenn du mehrere Stellen oder ein ganzes Auto bearbeiten willst, denn Handarbeit kostet Zeit und Kraft.
Eine Schleifpolitur arbeitet mit gröberem Korn. Sonax gibt für seine Profiline ExCut 05-05 an, dass sie Spuren bis Körnung P1500 entfernt und auch tiefe Kratzer sowie Anätzungen durch Vogelkot, Insekten und Baumharz beseitigt. Koch Chemie nennt für die Heavy Cut H9.02 Anschliffe bis 1.200er Körnung und einen Schleifgrad von 9,0 (bei einem Glanzgrad von 6,0). Dieser starke Abtrag kostet Klarlack. Danach ist ein feinerer Schritt Pflicht, weil die Fläche sonst matt und mit Schleierspuren zurückbleibt. Das ist klassische Defektkorrektur.
Manche Angebote versprechen, tiefe Kratzer „ohne Schleifen und Polieren“ zu reparieren, indem sie Polymere in den Kratzer füllen. Das ist ein anderes Prinzip: Der Kratzer wird nicht entfernt, sondern gefüllt, und die Füllung hält nur begrenzt. Solche Produkte nehmen wir hier nicht in die Liste auf, weil sie keine Politur im eigentlichen Sinn sind und eine Haltbarkeit schwer zu belegen ist. Wer sich dafür interessiert, sollte die Herstellerangaben genau lesen.

Platz 1 · Unsere Empfehlung
Ideal für: Einzelne Kratzer und Schrammen im Klarlack
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Platz 2 · Preis-Leistungs-Tipp
Ideal für: Waschanlagenkratzer, Türgriffmulden und lackierte Stoßfänger
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Platz 3 · Für tiefere Spuren
Ideal für: Stark verwitterte Lacke und alltägliche Gebrauchsspuren
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Platz 4 · Budget-Tipp
Ideal für: Oberflächliche Kratzer auf kleiner Fläche
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Platz 5 · Mit Zubehör
Ideal für: Einsteiger, die Politur und Versiegelung in einem Schritt wollen
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Platz 6 · Für Mittelfeld-Kratzer
Ideal für: Oxidation, Wasserflecken und mittlere Kratzer
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Platz 7 · Für tiefe Kratzer
Ideal für: Wer mit Maschine mehrere Kratzer und Anätzungen beseitigen will
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Für einen einzelnen Kratzer ist die Hand die richtige Wahl. Du kontrollierst Druck und Fläche, und die Gefahr, zu viel Lack abzutragen, bleibt klein. Sobald es mehrere Stellen werden oder die Kratzer etwas tiefer sind, bringt eine Maschine mehr Gleichmäßigkeit. Für kleine Stellen, Kanten und enge Bereiche bietet sich eine Mini-Poliermaschine an, die in Griffmulden und an Spiegeln besser zurechtkommt als ein großes Gerät.
Wichtig ist die Freigabe der Politur. Manche Mittel sind ausdrücklich für Hand und Maschine gedacht, andere nur für Handarbeit. Meguiar’s Ultimate Compound und das Sonax-Set nennen beide die Maschine ausdrücklich, Dr. Wack und Nigrin machen dazu im Datenblatt keine Angabe. Im Zweifel nimmst du die Paste für die Hand.
Auch das Pad entscheidet. Je gröber die Politur, desto fester muss das Pad sein, und je feiner der Schritt, desto weicher das Pad. Mehr dazu in unserer Übersicht zu Polierpads. Einen Überblick über Polituren aller Gruppen findest du unter Auto-Politur im Vergleich.
Je höher das Schleifvermögen, desto stärker der Abtrag. Das ist hilfreich bei Kratzern, aber gefährlich bei Lack, der schon oft poliert wurde. Starte immer mit dem mildesten Mittel, das funktionieren könnte. Eine einheitliche Skala gibt es nicht, mehr zur Begrifflichkeit im Glossar unter Cut.
Silikonfreie Mittel sind wichtig, wenn nachlackiert werden soll. Mittel mit Wachs oder Versiegelung glänzen sofort, können aber Kratzer vorübergehend überdecken. Für eine Entscheidung, ob ein Kratzer wirklich weg ist, prüfe die Stelle nach dem Abwischen mit Reinigungsbenzin oder einer Isopropanol-Mischung.
Für ein bis zwei Stellen reichen 50 bis 150 ml. Sets mit Schwamm und Tuch sparen den Zusatzkauf, bei Pasten wie dem Liqui-Moly-Produkt musst du das Zubehör dazukaufen.
Das Sonax KratzerEntfernerSet oder die Nigrin-Paste. Beide sind für die Hand gemacht, verzeihen Fehler und sind schnell erledigt.
Dr. Wack A1 für einzelne Stellen oder Prinox mit Schwamm für Flächen. Beide sind mild und halten sich zurück.
Meguiar’s Ultimate Compound oder das Sonax-Set mit ExCut. Du brauchst Übung, passende Pads und etwas Zeit. Dafür bekommst du mehr Abtrag und ein gleichmäßigeres Bild.
Wir haben die Produkte nach Art des Mittels, beschriebener Wirkung, Anwendung und Gebinde sortiert und mit Herstellerangaben und Quellen wie dem ADAC abgeglichen. Alle Kriterien stehen auf der Seite So vergleichen wir.
Wenn der Kratzer zu tief ist oder die Politur nur kaschiert, ist ein Lackierer oder eine Smart-Repair-Werkstatt der bessere Weg. Für feine Hologramme und Schleier nach dem Polieren lohnt sich ein Blick auf die Seite zur Polierpaste.
Eine Kratzer-Politur ist nur dann die richtige Wahl, wenn der Kratzer im Klarlack liegt. Für einzelne Stellen ist das Sonax KratzerEntfernerSet unsere Empfehlung, für Feinkratzer die Dr.-Wack-Politur. Wer mehr will, nimmt eine Schleifpolitur mit Maschine, plant den Finish-Schritt ein und schont die Lackdicke.
Nur solche, die im transparenten Klarlack liegen. Bleibt der Fingernagel nicht hängen und ist keine andere Farbe im Kratzer zu sehen, hast du gute Chancen. Siehst du Grundierung oder Blech, hilft Polieren nicht.
Kratzer-Entferner sind meist kleine Sets oder Pasten für die Hand und für leichte Spuren. Eine Schleifpolitur hat gröberes Korn, entfernt Spuren bis etwa P1500 und braucht danach einen feinen Schritt. Mehr dazu im Glossar unter Schleifpolitur.
Davon raten wir ab. Hausmittel haben kein definiertes Korn und können neue Kratzer verursachen. Der ADAC behandelt Zahnpasta in einem eigenen Abschnitt zu Hausmitteln, verlässlich ist eine passende Autopolitur.
Bei einzelnen, feinen Kratzern ja. Bei vielen Stellen oder tieferen Spuren bringt eine Maschine mehr Gleichmäßigkeit, setzt aber Übung voraus. Für kleine Flächen ist eine Mini-Poliermaschine eine sanfte Zwischenlösung.
Ja, mindestens ein Wachs oder eine Versiegelung. Nach einer Schleifpolitur ist der Lack blank und ungeschützt. Bei Produkten mit Versiegelungsanteil ist ein kurzer Schutz bereits enthalten.
So selten wie möglich. Jeder Durchgang mit abtragender Politur nimmt Klarlack weg. Wenn ein Kratzer nach zwei vorsichtigen Durchgängen nicht verschwindet, liegt er vermutlich zu tief.
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