
Füllstoffe (in Polituren)
Füllstoffe verdecken Kratzer, statt sie zu entfernen. Das hält oft nur bis zur nächsten Wäsche.
Redaktion poliermaschine-kaufen.de Aktualisiert am So vergleichen wir
Kurz beantwortet
Füllstoffe sind Öle, Silikone oder Wachse in einer Politur, die feine Kratzer und Hologramme vorübergehend auffüllen und kaschieren, ohne den Lack dauerhaft zu glätten.
Der Lack sieht nach dem Polieren makellos aus. Zwei Wochen und einige Wäschen später sind die Kratzer wieder da. Meist steckt ein hoher Füllstoffanteil dahinter.
Was Füllstoffe leisten
Füllstoffe setzen sich in feine Vertiefungen im Klarlack und gleichen den Brechungsindex aus. Optisch verschwindet der Defekt. Mechanisch bleibt er bestehen. Das ist bei Hobby-Polituren häufig gewollt, weil der Effekt sofort sichtbar wird und nur wenig Abtrag nötig ist.
So erkennst du Kaschierung
Wische die Fläche nach dem Polieren mit einem Gemisch aus Isopropanol und Wasser ab. Das IPA löst Öle und Silikone. Tauchen Kratzer dann wieder auf, hast du sie nur gefüllt. Wer ehrlich beurteilen will, ob eine Defektkorrektur gelungen ist, prüft immer erst nach dieser Reinigung.
Wann Füllstoffe sinnvoll sind
Für einen Verkaufstermin oder ein Wochenendtreffen kann eine füllende Politur reichen. Für dauerhaften Glanz nicht. Auch die Versiegelung haftet auf einer ölreichen Fläche schlechter, deshalb steht vor jeder Versiegelung eine Entfettung.
Ein geringer Füllstoffanteil ist nicht schlecht. Entscheidend ist, dass du weißt, was die Politur tut, und die Fläche vor dem Beurteilen entfettest.
Praxisbeispiel
Ein Gebrauchtwagen soll in zwei Tagen den Besitzer wechseln. Die Kratzer sind flach, der Verkäufer verwendet eine füllende Politur und der Lack glänzt. Beim Käufer tauchen die Linien nach der ersten Wäsche mit Shampoo wieder auf. Genau diese Erwartungslücke vermeidest du, wenn du mit IPA gegenprüfst.
Im Vergleich relevant
Welche Polituren echten Abtrag liefern, zeigt der Überblick Auto-Politur im Vergleich.
